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Chavín

PERUS GEHEIMNISVOLLER ANDEN-TEMPEL
  • Chavin Überblick

    Tempelanlage
    Chavín de Huántar, 1. Jahrtausend v. Chr.
    Foto: Peter Fux, Museum Rietberg

  • Die Ausstellung im Überblick

    Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit auf diesem Gebiet führenden Archäologen und dem peruanischen Kulturministerium konzipiert. Sie gibt erstmals einen Überblick über die Kunst und Kultur von Chavín und setzt vor allem auch – zum Schutz des Weltkulturerbes von Chavín – ein Zeichen für eine internationale Kooperation zwischen Peru und der Schweiz: Mit modernster Technologie und dem Einsatz von Laserscannern und Flugdrohnen ist der Zustand des gesamten Tempels und dessen Skulpturen im Frühling 2012 millimetergenau dreidimensional vermessen und dokumentiert worden. Zusammen mit dem Bundesamt für Kultur finanziert das Museum Rietberg ausserdem die Einrichtung einer Steinskulpturen-Restaurierungswerkstatt, in welcher Schweizer Spezialisten ab August 2012 in enger Zusammenarbeit mit lokalen Auszubildenden die gefährdeten Kulturgüter durch Knowhow-Transfer nachhaltig sichern.

    Dank dieses Engagements vor Ort kann das Museum Rietberg erstmals rund 200 Objekte präsentieren: grosse Steinskulpturen und Reliefs übernatürlicher Mensch-Tier-Mischwesen, die Chavín bisher noch nie verlassen haben, kostbare Tongefässe aus den unterirdischen Gängen des Tempels, den ältesten rituellen Goldschmuck ganz Amerikas und farbenprächtige grossformatige Textilien. Die Ausstellungsarchitektur ist dem Tempel von Chavín nachempfunden. Wer auch immer den Tempel vor mehreren tausend Jahren betreten durfte, machte sinnliche Erfahrungen, die in der Ausstellung mit Objekten, aber auch mit Ton- und Filmimpressionen hervorgerufen werden – modern interpretiert, und somit für uns verständlich.

    Zwei Filme sind eigens für die Ausstellung produziert worden. Der Animationsfilm (ca. 15 Min.) visualisiert die Architektur und den gesamten Naturraum des Tempels. Die leitenden Archäologen John W. Rick (Stanford University) und Luis G. Lumbreras (Lima) trugen beratend zur virtuellen Darstellung des Tempels und zur Einführung in die Architektur und deren Geschichte bei.

    Der Dokumentarfilm (ca. 35 Min.) von Marion Friedrich Honegger und Otto C. Honegger vertieft den Zugang zur Archäologie in Chavín.

    Neben der monumentalen Architektur dienten auch Klang und Musik damals den privilegierten Priestern als Raum für das Übertreten in einen anderen Wahrnehmungszustand, für Audienzen bei den Göttern. Im Frühling dieses Jahres liessen sich der peruanische Saxophonist Jean Pierre Magnet und der Schweizer Posaunist Michael Flury vor Ort inspirieren. Es entstanden gemeinsame Konzerte in Lima, Chavín und Zürich. Mit den im Tempel ausgegrabenen pututus, Meeresschnecken-Trompeten, hat Flury eine Klanginstallation erarbeitet, welche die Ausstellungsbesucher im Museum Rietberg in die geheimnisvollen Sphären Chavíns entführt.

    In Zusammenarbeit mit dem Ministerio de Cultura del Perú und dem Bundesamt für Kultur

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