Randspalte

Inhalt

Antonius der Grosse (um 251-356)

  • Einsiedler in der Wüste

    Gegen Ende des 3. Jahrhunderts erlebte das Eremitentum in Ägypten und Syrien einen grossen Aufschwung. Christen zogen in die Wüste, um dort allein oder in Gruppen zu leben. Mit ihrer asketischen Lebensweise und Gebetspraxis legten sie das Fundament für das christliche Mönchtum.

    Einer, der mit seinem Auszug in die Wüste grosse Berühmtheit erlangte, war Antonius der Grosse, der auch als Antonius Eremita oder als Antonius Abbas, «Vater der Mönche», bekannt ist. Von ihm wird berichtet, wie er in der Einöde in strengster Askese lebte und dabei von quälenden Visionen von Dämonen heimgesucht wurde.

    Seine Berühmtheit verdankt Antonius seinem Biografen Athanasius (um 293-373), dessen Vita Antonii sich im östlichen und westlichen Christentum grosser Beliebtheit erfreute.

    Das Leben des Eremiten faszinierte insbesondere auch die Künstler. Als sogenannte Versuchungen des Heiligen Antonius wurden in der Kunst Darstellungen des standhaften, gegen Dämonen kämpfenden Antonius zu einem beliebten Thema: Sie zeigen die Wüste als trostlosen Schauplatz, wo wilde Tiere wohnen, unheimliche Mischwesen erscheinen, wo Gewalt und sexuelle Verführung - Schrecken und Lust - obwalten.

     
     

Agenda

Agenda