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Gregor Palamas (1296-1359)

  • Gottes Energie schauen

    Der Athos-Mönch und spätere Erzbischof von Thessaloniki gilt in der orthodoxen Kirche als der «Grosse Erleuchter», als Lehrer der mystischen Theologie und des Herzensgebets.

    Obwohl das Wesen Gottes für alle Menschen unbegreiflich und unnahbar ist, sagt Palamas, ist eine Gottesschau oder Teilnahme am Göttlichen möglich: Wenn auch nicht Gott selbst, so können doch seine Energien erfahren werden. Palamas veranschaulicht dies am Beispiel des Taborlichts, der Verklärung Christi auf dem Berg Tabor, wo Jesus sich drei seiner Jünger als Lichtgestalt offenbart hat.

    Voraussetzung für dieses Schauen der Energien ist für Palamas das Herzensgebet, das im Rhythmus des Atmens unablässig gesprochen wird. Dieses Herzensgebet führt zur inneren Ruhe, der hesychia, die das Kennzeichen orthodoxer Spiritualität ist. In der hesychia kann das Taborlicht, die Energie Gottes, als beglückende Erfahrung geschaut werden.  

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