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Johannes Klimakos (um 575-nach 650)

  • Die Leiter zum Paradies

    Johannes Klimakos, Eremit, Mönch und Abt des St. Katharinenklosters am Berg Sinai, verdankt seinen Beinamen Klimakos seiner Schrift Die Leiter (klimax) zum Paradies. Die berühmte Lehrschrift für Mönche beschreibt, wie der Kampf gegen Leidenschaften und Laster zu Seelenruhe und Einigung mit Gott führt.

    Johannes beschreibt diesen Weg als einen harten und steilen Aufstieg auf einer Leiter, die vom Irdischen ins Himmlische führt und die an ihrem Ende Gott offenbart. Die Leiter des Johannes hat dreissig Sprossen, die für die Lebensjahre von Christus bis zu seiner Taufe stehen.

    Voraussetzung für den Aufstieg ist der Bruch mit der Welt. Dies bedeutet ein Leben in Abgeschiedenheit, Entsagung von allen Dingen, Gehorsam gegenüber dem geistlichen Lehrer sowie Busse als Sühne für Fehlverhalten (1.-8. Stufe).

    Über fünfzehn Stufen findet der Kampf gegen die Leidenschaften statt. Dabei lauern Dämonen, welche die Nachlässigen in den Abgrund stürzen wollen (9.-23. Stufe). Sanftmut, Demut und Reinheit des Herzens führen zur Ruhe der Seele (24.-27. Stufe).

    Durch das stetige Gebet und die erreichte Leidenschaftslosigkeit öffnet sich der «herzensinnere Himmel des Geistes». Die Liebe schliesslich, die oberste Stufe, ist die Erfüllung. Sie bedeutet Ähnlichkeit mit Gott und öffnet die Pforte ins Paradies (28.-30. Stufe).

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