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Niklaus von Flüe - Bruder Klaus (1417-1487)

  • Mystiker, Eremit und Vermittler

    Niklaus von Flüe gehörte bis in sein fünfzigstes Lebensjahr dem begüterten, einflussreichen Bauernstand der Innerschweiz an. 1467 verliess er seine Ehefrau Dorothea und seine zehn Kinder. Die nächsten zwanzig Jahre bis zu seinem Tod führte er als Bruder Klaus ein Eremitendasein im Ranft in der Schlucht der Melchaa, nahe seinem Wohnort Flüeli.

    Bruder Klaus war schon zu Lebzeiten weit über die Landesgrenze hinaus als lebender Heiliger bekannt und war hochangesehen für seinen vermittelnden Einfluss in politischen Angelegenheiten wie beim Zustandekommen des Stanser Verkommnis, der 1481 geschlossenen Einigung zwischen den alten Städte- und Länderorten.

    Bruder Klaus gilt wegen seiner Visionen und seines Asketenlebens als Mystiker. Auch sein bekanntes Gebet «Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu dir» entstammt mystischem Gedankengut.
     
    Die Ausstellung zeigt die vier ältesten künstlerischen Dokumente, die über Bruder Klaus erhalten sind: das fünf Jahre nach seinem Tod gemalte erste Porträtbild, die älteste Skulptur, die sonst im Rathaus von Stans steht, der kurz nach seinem Tod in Augsburg gedruckte Pilgertraktat und sein berühmtes Meditationsbild aus der Kirche Sachseln.

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