Randspalte

Inhalt

Daoismus

  • Die Grundideen des chinesischen Daoismus wurden erstmals im Werk «Daode jing» schriftlich festgehalten, das dem legendären Weisen Laozi (6. Jh. v. Chr.) zugeschrieben wird. Mystisches Ziel im Daoismus ist die persönliche Erfahrung und Erkenntnis jener Kraft, die allem Sein zugrunde liegt. Auch wenn diese absolute Kraft in Worten nicht fassbar ist, wurde im Daode jing für sie die Bezeichnung «Dao», «der Weg», gewählt.

    Erkennt der Mensch auf seinem mystischen Weg das Dao in seiner allumfassenden Bedeutung, erlangt er die Fähigkeit, diese Kraft im eigenen Körper zu beherrschen. Er wird zur menschlichen Inkarnation des Dao und somit zu einem Unsterblichen. Für den Unsterblichen verlieren die Begrenzungen von Zeit und Raum ihre Gültigkeit. Er kann die Welt der Menschen verlassen und in die Welt der Verstorbenen, Geister und Götter eindringen. Oder er kann sich in Luft, Licht und Wasser verwandeln und sich innerhalb dieser Elemente frei bewegen.

    Der Weg zum Dao kann nicht mit Worten erklärt oder vorgeschrieben werden. Dennoch haben sich im Verlauf der Entwicklung des Daoismus verschiedene Methoden herausgebildet, die dem Mystiker bei seiner Suche behilflich sein können. Manche davon gehören zur «Inneren Alchemie», die Konzentrationsübungen und Manipulation der eigenen Kraft ins Zentrum stellt; andere Methoden basieren auf der «Äusseren Alchemie» und empfehlen die Einnahme bewusstseinserweiternder Pflanzen, Pilze oder Drogen.

  • 1
    Li Bai (701-762) Mehr »
    Lin Moniang (960-987) Mehr »
    Die Acht Unsterblichen Mehr »
    Die daoistische Kosmologie Mehr »
    Das daoistische Pantheon Mehr »

     

     

Agenda

Agenda