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Islam

  • Islamische Mystik - Sufismus

    «Hunderte Kamellasten auf dem Haupt vom Orient in den Okzident tragen» (Nur ad-Din Jami)

    Die mystische Dimension im Islam wird allgemein als Sufismus bezeichnet. Der Begriff bezieht sich auf die Wolle, arabisch suf, aus der die Gewänder der Gottessucher gemacht sind. Der sufische «Pfad der Erkenntnis», die tariqa, steht grundsätzlich jedem frei. Für gewöhnlich vertraut der Suchende sich einem Lehrer an, der ihn durch die verschiedenen Stadien der tariqa begleitet.

    Ziel aller sufischer Praxis ist der Kampf gegen die eigene Triebseele (nafs) und das Aufgehen in Gott (fana'). Dabei spielt die absolute Gottesliebe eine zentrale Rolle. Sie lehrte die Mystiker, mit dem Herzen zu sehen, erquickte sie und inspirierte sie schliesslich zu den schönsten Gedichten.

    Die Grundlagen des Sufismus sind der Koran und die Sunna bzw. die Hadithen, in denen das Leben und die Taten des Propheten Muhammad gesammelt sind. Nach und nach nahm der Sufismus religiöse und philosophische Vorstellungen anderer Kulturen auf: So integrierten die Mystiker vom 9. Jahrhundert an Anregungen der hellenistischen Philosophie. Im 13. Jahrhundert waren es dann buddhistische und hinduistische Einflüsse, die einzelne Sufi-Orden aufgriffen.   

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    Farid ad-Din 'Attar (um 1145-1221) Mehr »
    Jalal ad-Din Rumi (1207-1273) Mehr »
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