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Farid ad-Din 'Attar (um 1145-1221)

  • «Komm aus dem Meer wie Regenwolken - reise!»

    Farid ad-Din 'Attar, der «Apotheker», lebte in Nishapur. Sein bekanntestes Werk sind die «Vogelgespräche», in denen er die mystische Reise zu Gott literarisch verarbeitete.

    'Attar war der geborene Geschichtenerzähler: Mystische Themen, Herrscherkritik und Heiligenbiografien gab er in Form mitreissender Anekdoten und Parabeln wieder. In seinen Werken kommen nicht nur Sufis und Asketen zu Wort, sondern auch Irre und Narren. Einige seiner Epen sind zu Standardwerken geworden, die spätere Sufis wie Jalal ad-Din Rumi und andere inspirierte.

    In den Vogelgesprächen erzählt 'Attar, wie die Vögel zum Simorgh reisen, dem von ihnen auserkorenen König. Unter der Führung des Wiedehopfs durchwandern sie sieben Täler. Nicht alle Vögel überleben die Reise. Am Ende bleiben dreissig Vögel, pers. si morgh, übrig. Elend und verwirrt erscheinen sie im Palast. Nach der letzten Prüfung, der letzten Reinigung, erkennen ihre Seelen, dass sie selbst, die si morgh, der Simorgh sind.

    In den Vogelgesprächen verarbeitet 'Attar zentrale Ideen des Sufismus: den mystischen Pfad, tariqa (die Reise), die Rolle des sheykh (Wiedehopf), die verschiedenen Stationen der tariqa (die sieben Täler) und schliesslich die unio mystica.

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