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Lal Shahbaz (1177-1274)

  • «Ich weiss nichts ausser Liebe, Rausch und Ekstase.»

    Lal Shahbaz ist der berühmteste Sufi-Heilige in Pakistan. Bis heute feiern hundertausende Gläubige an seinem Schrein seinen Todestag, die «mystische Hochzeit mit Gott». Lal Shahbaz wird von Muslimen wie Hindus gleichermassen verehrt.

    Lal Shahbaz, «der rote Königsfalke», wurde als Seyyed Osman in Marvand im heutigen Afghanistan geboren. Bereits sein Vater war ein Derwisch. Lal Shahbaz war ein charismatischer Heiliger, der strenge Askese übte und Gott, seinen «göttlichen Geliebten», in ekstatischen Tänzen verehrte. Nach vielen Reisen liess er sich um die Mitte des 13. Jahrhunderts in Sehwan Sharif nieder, einer Ortschaft im Innern der pakistanischen Provinz Sindh. Er gehörte dem Orden der Qalandar-Derwische an.

    Lal Shahbaz werden viele Wundertaten zugeschrieben. Ihm wird nachgesagt, er habe die Pilgerfahrt nach Mekka in der Gestalt eines Königsfalken (shahbaz) unternommen. Als Zeichen seiner glühenden Gottesliebe pflegte er rote (lal) Gewänder zu tragen.

    Der Schrein von Lal Shahbaz in Sehwan befindet sich an der Stelle eines ehemaligen hinduistischen Shiva-Heiligtums. Der Heilige wird von Muslimen wie Hindus gleichermassen verehrt.

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