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Judentum

  • Jüdische Mystik - Kabbala

    Die jüdische Kultur kennt den Begriff «Mystik» nicht. Insofern es aber auch im Judentum Strömungen gibt, die auf eine intime Nähe und Beziehung zu Gott jenseits von Rationalität und Logik abzielen und dies mittels bestimmter Praktiken zu erreichen suchen, spricht man in diesem Zusammenhang auch von jüdischer Mystik. Die Kabbala, eine Lehre, die die Geheimnisse der Thora zu ergründen sucht, verkörpert diese Strömung.

    In der sogenannten ekstatischen oder prophetischen Kabbala vertieft sich der Mystiker buchstäblich in die heilige Schrift, nämlich ins Sprachmaterial der Thora. Er zerlegt es in seine Bestandteile, kombiniert sie neu und holt so die verborgenen Gottesnamen heraus. Weniger um eine ekstatische Gotteserfahrung als um die Wiederherstellung der göttlichen Einheit geht es den Kabbalisten, die durch ihre Lebensführung versuchen, die zehn göttlichen Wirkkräfte, Sefirot, in sich und in der Welt in Harmonie zu bringen.

    Die Nähe zu Gott sollte nicht nur durch ein langwieriges Studium der heiligen Schriften oder durch eine asketische Lebensweise erreicht werden können. Chassidische Vertreter der kabbalistischen Tradition ermuntern die Gläubigen dazu, Gott in ihrer Alltagssprache und mit Freude im Herzen anzusprechen.

  • JudentumStartbild03

    Abraham Abulafia  (1240-1291) Mehr »
    Moses Cordovero (1522-1570) Mehr »
    Ba'al Schem Tow (1698/1700-1760) Mehr »

     

     

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