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Ba'al Schem Tow (1698/1700-1760)

  • «… und entziehe dich nicht den Bedürfnissen deines Fleisches.»

    Um das Leben von Israel ben Eliezer, genannt Ba'al Schem Tow (Meister des guten Namens), ranken sich zahlreiche Legenden. Fest steht, dass er aus Ostgalizien stammt und längere Zeit bis zu seinem Tod im Schtetl Medzhibozh in der heutigen Ukraine gelebt hat. Von seinen Schülern wurde er als Begründer einer neuen Linie des Chassidismus angesehen.

    Nicht trockene Gelehrsamkeit, nicht endloses Studium der heiligen Schriften, sondern eine volksnahe kabbalistisch-mystische Herangehensweise scheint das Merkmal der Frömmigkeit von Ba'al Schem Tow gewesen zu sein. Der Bescht, wie er auch genannt wurde, betonte die Wichtigkeit des Gebets und wandte sich gegen unerfüllbar hohe asketische Ansprüche. Man solle sich den Bedürfnissen des Fleisches nicht entziehen. Freude, nicht Traurigkeit, sollte den Gläubigen bei der Gotteserkenntnis leiten.

    Damit bricht der Bescht mit der streng asketischen Traditionslinie. Verehrt wurde er nicht nur als religiöses Vorbild, sondern auch als Heiler und Ratgeber sowie als Mann mit wundersamen Fähigkeiten, die ihn zukünftige Ereignisse voraussehen liessen.

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    Audio: Geschichten vom Bescht

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