Randspalte

Inhalt

  • Von Buddha bis Picasso – Der Sammler Eduard von der Heydt

    20. April bis 18. August 2013

    Eine rätselhafte Göttin aus Bali, die Harlekinfamilie von Picasso, eine aztekische Schlange: Für Eduard von der Heydt (1882–1964) gab es nur eine Kunst – er nannte sie «ars una». Als junger Mann kaufte er Bilder des Realismus, später der Moderne sowie zeitgenössische Kunst. Ab 1920 erwarb er die ersten afrikanischen Skulpturen und auch chinesische Bilder. Wenige Jahre später besass er bereits eine unvergleichliche, alle Kontinente umspannende Sammlung.

    Eduard von der Heydt in seinem Haus in Zandvoort (Holland), 1933
    Hintergrund: Bodhisattva Lokeshvara, heute im Museum Rietberg, neben Van Goghs «Kartoffelsetzen» und Cézannes «Bildnis des Sohnes Paul», Foto: bpk / Erich Salomon

  • Die aussereuropäische Kunst schenkte er der Stadt Zürich, was 1952 zur Gründung des Museums Rietberg führte. Erstmals sind 180 Werke seiner ursprünglichen Sammlung in einer Ausstellung vereint und die Wohnräume seiner Lebensstationen – Amsterdam, Zandvoort, Berlin und Ascona – rekonstruiert. Bilder von Cézanne und Munch inmitten afrikanischer und buddhistischer Kunst machen von der Heydts ästhetische Intention erlebbar.

    Porträtiert wird der weltoffene Mäzen und «Buddha vom Monte Verità» mit all seinen Widersprüchen und Facetten. Der aus einer Kunst sammelnden Bankiersfamilie in Wuppertal stammende Eduard von der Heydt wurde 1937 Schweizer Bürger. Wegen seiner Finanzgeschäfte für den deutschen militärischen Nachrichtendienst während des Zweiten Weltkrieges wurde er 1948 vor ein schweizerisches Militärgericht gestellt, dann aber freigesprochen.

    Umfangreiches Foto- und Archivmaterial, neueste Erkenntnisse der Provenienzforschung, Filme über sein Leben und zu Objekten sowie die zeitgleich erscheinende Biografie beleuchten den Sammler im Kontext einer von politischen und wirtschaftlichen Zäsuren geprägten Zeit.

    Wikipedia-Eintrag

    Informationen zu Eduard v.d. Heydt und der Provenienzforschung

    « Zurück

     

     

     

Agenda

Agenda