Randspalte

Inhalt

Japan

Buddhistische Plastik, Nô-Masken, Malerei und Farbholzschnitte bilden die Schwerpunkte der Japan-Sammlung.

Das Museum besitzt eine kleine, aber exquisite Auswahl buddhistischer Holzskulpturen aus der Kamakura-Zeit (1185−1333). Im Zentrum stehen zwei äusserst fein geschnitzte Bodhisattvas (Jizô und Kokûzô).

Ein anderer Bereich japanischer Bildschnitzerkunst wird durch 34 Nô-Masken (Geschenk Balthasar und Nanni Reinhart, Winterthur) abgedeckt. Alle wichtigen Typen sind vertreten, Menschen, Geister und Dämonen. Sie stammen aus der Edo-Zeit (1615−1668) – einige sind noch älter – und zählen zu den bedeutendsten Nô-Masken ausserhalb Japans.

Die Malerei-Sammlung besteht aus wenigen, mit reichen Farben und Gold gemalten buddhistischen Bildern aus der frühen Muromachi-Zeit (1333−1568). Dazu kommt eine weitaus umfangreichere Sammlung von Literaten- und Zen-Malerei des 18. und frühen 19. Jahrhunderts (viele ehemals Sammlung Julius Mueller oder Heinz Brasch). Ein Grossteil davon sind skizzenhafte Tuschbilder, in denen sich Dichtung, Schriftkunst und Malerei ergänzend zusammenfügen. Die erste bedeutende Schenkung von Farbholzschnitten erhielt das Museum Rietberg von Willy Boller im Jahr 1957. Da die meisten anerkannten Holzschnittkünstler mit repräsentativen Werken vertreten sind, kann man sich einen guten Einblick in dieses seit jeher im Westen besonders beliebte Gebiet japanischer Kunst verschaffen.

Agenda

Agenda