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Naher Osten

Die Abteilung mit Kunst des Nahen Ostens umfasst die antike, vorislamische Zeit wie die Epochen nach der Islamisierung.

Ältere Schwerpunkte bilden die vorderasiatischen Luristan-Bronzen sowie die ägyptischen Textilien, während die mesopotamischen Siegel und Kunstwerke aus dem Alten Ägypten zwei eher kleine Gruppen repräsentieren. Dazu gesellen sich auch einzelne Werke aus dem Mittelmeerraum, darunter die berühmte, grosse Kalksteinskulptur einer Frau aus Zypern.

Die aus 232 Bronzen bestehende Luristan-Sammlung des Museums Rietberg − Werke, die in der Zeit zwischen dem 3. und 1. Jahrtausend v. Chr. geschaffen wurden − ist aus den Schenkungen von Rudolph Schmidt und Eduard von der Heydt entstanden und stellt einen seltenen Glücksfall dar. Nicht unerwähnt bleiben darf die Sammlung ägyptischer (spätantiker, koptischer und islamischer) Textilien aus der Zeit zwischen dem 4. und 12. Jahrhundert.

Jüngere Schwerpunkte bilden die Sammlung von rund 160 Teppichen und annähernd 80 Textilien sowie wenige, aber exzellente Beispiele der reichen, persischen Buchmalerei aus der Zeit vom 14. bis 18. Jahrhundert − darunter mehrere Blätter aus bedeutenden Shahnameh-Handschriften − und einzelne Zeugnisse der meisterlichen islamischen Kalligrafie.

Neben einigen Teppichen aus dem Besitz Eduard von der Heydts gehören die über 50 Stücke aus der ehemaligen Sammlung von Robert Akeret (1881−1972) zum Kernbestand der Teppich-Abteilung. 1988 kam die Sammlung von Erwin und Hilde Luck mit rund 80 Stücken hinzu.

Den jüngsten Zuwachs stellt die hervorragende Sammlung des 1841 geborenen Emil Alpigers dar, der für die Firma Ziegler & Co. im Iran tätig war und Textilien der unterschiedlichsten Macharten aus der späteren Qajaren-Zeit (um 1850 bis 1896) zusammentrug.

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